SV Meuselwitz : Post SV Görlitz

11:1 (5:0)

Respekt und Anerkennung gilt zunächst den Görlitzer Gästen, die sich trotz massiver Personalnot auf den Weg in das Otto-Gondeck-Stadion gemacht haben und den sportlichen Wettbewerb an jenem angenehmen Herbsttag bis zum Schluss aufrechterhielten. Für die Hausherren steht vor allem auch unter Berücksichtigung dieser Umstände fest, dass der heutige Heimsieg alternativlos ist. Der ganz große Glanz ließ allerdings auf sich warten und wurde zugegebenermaßen in diesem Spiel nicht erreicht. Andererseits bleibt es kompliziert bei einer derartig zähen Saison einen „Lauf“ zu entwickeln. Zahlreiche Spielausfälle reihen sich jetzt in die erneute Diskussion um einen möglichen zweiten Lockdown ein. Dabei müssen politisch insbesondere das Vereinsleben und der dort ausgetragene Sport als kleinste gemeinsame Nenner im gesellschaftlichen Zusammenleben als Chancen in dieser schwierigen Zeit für uns alle verstanden werden. Die bis jetzt unternommenen und meist ehrenamtlichen Anstrengungen dürfen nicht umsonst gewesen sein. Nur so konnte erreicht werden, dass der Kreisfußball KEIN Infektionsherd ist.

Zurück zum Spiel: Erst nach einer viertel Stunde gelang dem MSV der Führungstreffer durch Paul. Ferner netzen Felix, Marcel Bö., Stefan und Beilo vor der Halbzeit ein. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit und einem Ballbesitzanteil von ca. 90 % gelingt es noch nicht, dem Spiel eine klare Meuselwitzer Handschrift zu verleihen. Oft sind die Spielzüge schlichtweg zu kompliziert gegen einen derartig tief stehenden Gegner. Hier verspricht man sich vom zweiten Durchgang noch Steigerung. „Das könnte ich nicht schlechter auf der PlayStation spielen!“, gibt der empörte Co-Trainer Max König in der SportBild-Halbzeit-Analyse preis. Und wer meint, diese Reaktion sei überzogen, der rechnet nicht damit, dass wir nach dem Pausenpfiff sogar ein katastrophales Gegentor kassieren. Allerdings erkannten die Schwarz-Gelben endlich, dass jetzt aufgedreht werden muss. Die Leistung steigerte sich entsprechend. Bö, Timo, Richard trafen neben dem Dreichfach-Schützen Martin zum 11:1 Endstand. Da hatte sogar das Stadionpersonal mit diesem Ergebnis zu tun. So viele 1en sind für unsere Anzeigetafel nicht vorrätig. Egal! Der Schiedsrichter pfiff pünktlich ab und die 3 Punkte bleiben in Meuselwitz. Eine andauernde Schwarzmalerei zu diesem Spiel bringt auch nichts; schon gar nicht in Hinblick auf das nächste Spitzenspiel in Herwigsdorf. Dort müssen wir alles abrufen, um die Tabellenführung endlich zu übernehmen.

FORZA MSV!

Für den MSV spielten: TW 1 (C) Mirko Wirth, 3 Philipp Preuß, 4 Marcel Böttcher, 7 Paul Haase, 8 Martin Weinhold, 9 Timo Wirth, 10 Marcel Lehmann, 11 Stefan Jeutner, 13 Marcus Beilschmidt, 14 Jannik Strehle, 15 Richard Nitsche

sowie 2 Max Nennemann (46‘ für Timo Wirth), 5 Matthias Andrick (63‘ für Marcel Böttcher) und 12 Felix Bethmann (17‘ für Jannik Strehle)